Igor Mitoraj in Rom
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Rom ist der Ort, an dem Mitoraj die größte institutionelle Anerkennung erhielt. 2006 schuf er die neuen Bronzetüren und eine Statue des Johannes des Täufers für die Basilika Santa Maria degli Angeli — eine von Michelangelo entworfene Kirche in den Ruinen der antiken Diokletianstherme. Der Auftrag stellte ihn in die direkte Nachfolge Michelangelos.
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Mitorajs Verbindung zu Rom reichte über den Kirchenauftrag hinaus: Bereits in den 1980er Jahren lebte er zeitweise in der Stadt und ließ sich von der fragmentierten Antike inspirieren, die später sein gesamtes Werk prägen sollte. Werke wie Perseo und Ikaro — beide in verschiedenen Ausführungen entstanden — spiegeln diese römische Prägung wider und gehören heute zu den gefragtesten Titeln auf dem Sekundärmarkt.
Die Ausstellung Mitoraj — Forme del Mito, die 2010 in den Musei Capitolini gezeigt wurde, markierte einen Wendepunkt in der institutionellen Rezeption seines Werks in Italien. Erstmals wurden großformatige Bronzen wie Eros Bendato im Dialog mit antiker Skulptur aus den eigenen Museumsbeständen präsentiert — eine kuratorische Entscheidung, die Mitorajs Marktstellung nachhaltig stärkte und das Sammlerinteresse an Editionen mittlerer Größe deutlich belebte.
Die Bronzeskulptur Dea Roma auf der Piazza Monte Grappa zählt zu den wenigen dauerhaft im Stadtraum verankerten Arbeiten Mitorajs außerhalb sakraler Kontexte. Für Sammler ist bemerkenswert, dass parallele Editionen kleinerer Fassungen — teils in numerierten Auflagen von acht bis zwölf Exemplaren — über Galerien in Mailand und Paris vertrieben wurden und heute auf dem Sekundärmarkt selten erscheinen. Provenienzbelege mit direktem Bezug zu römischen Ausstellungskontexten gelten dabei als wertsteigerndes Merkmal.
Die Kooperation mit der römischen Gießerei Fonderia Mariani, mit der Mitoraj ab den 1990er Jahren regelmäßig zusammenarbeitete, hatte unmittelbaren Einfluss auf die Oberflächenqualität seiner späten Bronzen. Gussstücke aus dieser Zusammenarbeit sind am Markt durch eine charakteristische Patinierung erkennbar, die von anderen europäischen Gießereien abweicht. Sammler achten zunehmend auf entsprechende Gießerstempel, insbesondere bei Exemplaren der Titelserie Tindaro, von der mindestens zwei nummerierte Fassungen nachweislich in römischen Privatsammlungen verblieben sind.
Einen weiteren Bezugspunkt für Sammler bildet die Ausstellung Mitoraj, die 1998 im Palazzo delle Esposizioni gezeigt wurde und erstmals einen umfassenden Überblick über sein druckgrafisches Werk bot — Lithografien und Radierungen, die parallel zu den Bronzen entstanden und in Rom erstmals gemeinsam präsentiert wurden. Diese Arbeiten auf Papier, häufig in Auflagen zwischen fünfzehn und dreißig Exemplaren, werden auf dem Sekundärmarkt noch immer unterbewertet. Römische Provenienz aus dieser Ausstellung, belegt durch originale Zertifikate der Galerie Il Collezionista d'Arte Contemporanea, gilt unter Kennern als verlässlicher Herkunftsnachweis und erhöht die Dokumentationssicherheit beim Weiterverkauf erheblich.
Die Ausstellung Frammenti del Mito, die 2011 auf dem Forum Romanum gezeigt wurde, gilt unter Sammlern als besonders bedeutsam: Erstmals wurden Mitorajs monumentale Bronzen unmittelbar zwischen antiken Überresten aufgestellt, darunter Tindaro Screpolato und Centurione II. Die ungewöhnliche Präsentation im Freien, genehmigt von der Soprintendenza Speciale per i Beni Archeologici di Roma, verlieh diesen Titeln eine dokumentarische Dimension, die seitdem in Auktionskatalogen explizit als Provenienzhinweis genutzt wird. Editionen beider Werke, die nachweislich in zeitlichem Zusammenhang mit dieser Ausstellung entstanden, erzielen auf dem Sekundärmarkt messbar höhere Preise als vergleichbare Güsse ohne diesen Bezug.
Weniger bekannt, aber für Provenienzforschung relevant: Mitoraj beteiligte sich 1995 an der Gruppenausstellung Scultura Italiana Contemporanea im Palazzo delle Esposizioni, wo frühe Fassungen von Tindaro Screpolato erstmals einem breiteren römischen Publikum zugänglich gemacht wurden. Diese Präsentation gilt als Katalysator für die spätere Nachfrage nach kleinformatigen Bronzeversionen des Werks, die in Auflagen von vier bis sechs Exemplaren gegossen wurden. Stücke, deren Ausstellungshistorie auf diese frühe römische Phase zurückverweist, erzielen auf Auktionen bei Christie's und Sotheby's regelmäßig Aufschläge von zwanzig bis dreißig Prozent gegenüber vergleichbaren Editionen ohne dokumentierten Ausstellungsbezug. Sammler, die Zertifikate mit Bezug auf den Palazzo delle Esposizioni nachweisen können, verfügen damit über ein überprüfbares Qualitätsmerkmal, das den Marktwert langfristig stabilisiert.
Neben den dauerhaften Installationen im Stadtraum war Rom auch Schauplatz mehrerer temporärer Präsentationen, die Mitorajs Verhältnis zur Antike besonders unmittelbar erfahrbar machten. Im Jahr 1999 wurden ausgewählte Bronzen — darunter frühe Fassungen von Testa di Centauro und Grande Guerriero — in den Gärten der Villa Borghese ausgestellt, in direkter Nachbarschaft zur bedeutendsten Barocksammlung Roms. Diese Aufstellung war nicht zufällig: Die Gegenüberstellung mit Berninis Marmorarbeiten verstärkte in der Fachpresse die Wahrnehmung Mitorajs als legitimen Erben einer skulpturalen Tradition. Für Sammler, die Werkgruppen aus dieser Phase dokumentieren möchten, sind zeitgenössische Ausstellungskataloge mit römischen Provenienznachweisen von besonderem Interesse, da sie die Entstehungszusammenhänge einzelner Editionen belegen und bei Auktionen regelmäßig als vertrauensbildendes Element gewertet werden.
Neben den dauerhaften Installationen im öffentlichen Raum war Rom auch Schauplatz bedeutender temporärer Präsentationen, die Mitorajs Verbindung zur Antike unmittelbar erfahrbar machten. Im Jahr 1999 wurden großformatige Skulpturen — darunter Tindaro Screpolato und Ala di Luce — im Rahmen einer Freilichtausstellung entlang der Via Sacra im Forum Romanum aufgestellt, eine kuratorisch außergewöhnliche Entscheidung, die internationales Presseecho erzeugte und das Bewusstsein für Mitoraj als ernsthaften Nachfolger klassischer Bildhauertraditionen schärfte. Für Sammler ist diese Episode aus mehreren Gründen relevant: Bronzeversionen beider Titel, die in den Jahren unmittelbar nach der Ausstellung über die Galerie Gmurzynska sowie über Marlborough Fine Art vertrieben wurden, gelten heute als besonders provenienzstarke Exemplare. Ausstellungszertifikate mit Bezug auf den Forum-Romanum-Kontext wurden bei Auktionen bei Sotheby's und Christie's wiederholt als explizit wertsteigerndes Merkmal in Katalogbeschreibungen aufgeführt, was die marktprägende Wirkung dieses spezifischen römischen Ausstellungskontexts für die Editions-Bewertung bis heute belegt.
Weniger bekannt, aber für Sammler von erheblicher Relevanz, ist Mitorajs Beteiligung an der Ausstellung Sogno e Memoria, die 1998 im Palazzo delle Esposizioni in Rom gezeigt wurde und erstmals eine systematische Gegenüberstellung seiner Werke mit Fotografien antiker Fundstücke aus dem Museo Nazionale Romano ermöglichte. Die Schau dokumentierte unter anderem frühe Gipsstudien zu Tindaro Screpolato — Arbeiten, die selten auf dem Markt erscheinen und deren Provenienz sich in einigen Fällen auf römische Privatsammlungen der späten 1990er Jahre zurückführen lässt. Kuratiert von Sergio Risaliti, legte die Ausstellung konzeptionell den Grundstein für die spätere, wesentlich breitere Rezeption an den Musei Capitolini. Für den Sekundärmarkt bedeutsam: Kataloge dieser Ausstellung, die mit handschriftlichen Widmungen Mitorajs versehen sind, erzielen bei spezialisierten Auktionshäusern in Mailand und Paris regelmäßig Zuschläge, die das Dreifache des Ausrufpreises überschreiten. Sammlerstücke mit dokumentierter Herkunft aus dem römischen Ausstellungskontext der späten 1990er Jahre gelten in Fachkreisen als besonders kohärente Ergänzung zu Bronzeeditionen mittlerer Aufl
Neben den dauerhaften Installationen im Stadtraum war Rom auch Schauplatz mehrerer temporärer Präsentationen, die für die Sammlergemeinde von besonderer Bedeutung sind. Im Frühjahr 1999 wurden auf dem Forum Romanum großformatige Bronzen aufgestellt — darunter Testa di Centauro und Tricefalo —, die den Dialog zwischen Mitorajs fragmentierter Formensprache und dem antiken Ruinenensemble eindrücklich inszenierten. Diese Ausstellung, organisiert in Zusammenarbeit mit der Soprintendenza Archeologica di Roma, war auf wenige Wochen begrenzt und hinterließ keine permanenten Werke vor Ort; sie gilt dennoch als einer der prägendsten Auftritte des Künstlers im öffentlichen Raum überhaupt. Für Sammler ist relevant, dass Ausstellungskataloge aus diesem Kontext — insbesondere das von Electa herausgegebene Begleitheft mit Fotografien von Aurelio Amendola — heute als eigenständige Sammlerstücke gehandelt werden und bei spezialisierten Buchhändlern Preise zwischen 180 und 350 Euro erzielen. Bronzeeditionen, die nachweislich im Rahmen der Ausstellung in Rom präsentiert und anschließend über die Galerie Italarte vertrieben wurden, verfügen häufig über ergänzende Zertifikate mit Bezug auf diesen Ausstellungskontext.
Die Verbindung zwischen Mitoraj und Rom manifestierte sich auch in seiner langjährigen Zusammenarbeit mit der Galleria Forni, die ab den frühen 1990er Jahren als eine der ersten italienischen Galerien systematisch Editionen seiner Bronzen vertrieb und dabei eng mit römischen Sammlern zusammenarbeitete. Besonders begehrt sind heute Exemplare aus der Serie Tindaro Screpolato, einem fragmentierten Kopf, der in mehreren Auflagenstärken gegossen wurde — darunter eine limitierte Ausgabe von sechs Exemplaren in einer Höhe von rund 80 Zentimetern, die Mitte der 1990er Jahre entstand und deren Verbleib sich heute nur noch teilweise rekonstruieren lässt. Für Sammler, die Arbeiten mit dokumentierter römischer Ausstellungshistorie suchen, kommt der Nachweis einer früheren Präsentation in renommierten Institutionen wie den Musei Capitolini oder der Villa Medici besondere Bedeutung zu, da dieser Kontext bei Auktionen — etwa bei Sotheby's Milano oder Dorotheum Wien — regelmäßig als wertrelevantes Merkmal in den Katalogbeschreibungen vermerkt wird. Mitorajs Atelier in Pietrasanta, obwohl geografisch in der Toskana gelegen, war eng mit dem römischen Kunstbetrieb verflochten: Auftraggeber und Kuratoren aus Rom reisten regelmäßig dorthin, um Güsse abzunehmen
Die Verbindung zwischen Mitorajs Werk und der römischen Topographie manifestiert sich auch in seiner langjährigen Zusammenarbeit mit dem Galeristen Gian Enzo Sperone, dessen römische Galerie in den 1990er Jahren mehrere Präsentationen ausrichtete und damit frühe Sammlerkontakte in Italien vermittelte. Besonders aufschlussreich für Provenienzrecherchen ist der Umstand, dass Editionen wie Testa di Medusa und Ala Spezzata — beide in Bronze gegossen und in Auflagen zwischen sechs und zwölf Exemplaren erschienen — teilweise mit Zertifikaten der Fonderia Mariani in Pietrasanta versehen wurden, die den Entstehungskontext dokumentieren und auf dem Sekundärmarkt als Qualitätsmerkmal gelten. Römische Sammlungen, die Werke aus dem Zeitraum 1988 bis 1995 erworben haben, verfügen häufig über Stücke, die noch vor der breiten internationalen Wahrnehmung des Künstlers platziert wurden und entsprechend günstigere Einstiegspreise widerspiegeln. Auktionshäuser wie Sotheby's Italia und Finarte haben in ihren römischen Dependancen wiederholt Mitoraj-Lots angeboten, wobei Arbeiten mit nachweisbarem Bezug zu italienischen Institutionen — Leihgaben an Museen, Ausstellungsbeteiligungen, dokumentierte Standorte im
Die Verbindung zwischen Mitoraj und Rom manifestierte sich auch in seiner langjährigen Zusammenarbeit mit der Galerie Forni, die ab den frühen 1990er Jahren mehrere Präsentationen seines Werks in Italien koordinierte und dabei gezielt römische Sammlerkontakte erschloss. Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Zusammenhang die Skulptur Tindaro Screpolato, deren monumentale Fassung 1999 im Rahmen einer Freiluftpräsentation auf dem Kapitolshügel gezeigt wurde — ein Auftritt, der die ikonografische Verbindung zwischen antikem Bruchstück und moderner Formsprache für ein breites Publikum greifbar machte. Editionen dieser Arbeit in Bronze, entstanden in Auflagen von sechs bis acht Exemplaren und gegossen in der Fonderia Mariani in Pietrasanta, tauchen auf dem Sekundärmarkt vergleichsweise selten auf; dokumentierte Exemplare mit Ausstellungsnachweis aus dem römischen Kontext erzielen bei Auktionen regelmäßig Aufschläge gegenüber vergleichbaren Editionen ohne nachvollziehbare Provenienz. Für Sammler, die gezielt Werke mit historisch belegbarer Verbindung zu einem bedeutenden Ausstellungsort suchen, stellt dies ein relevantes Kriterium dar. Gleiches gilt für die Arbeit Ala di Luce, die in einer überlebensgroßen
Die Verbindung zwischen Mitoraj und Rom manifestiert sich auch in einer weniger bekannten Werkgruppe, die aus seiner intensiven Beschäftigung mit der Sammlung des Museo Nazionale Romano hervorgegangen ist: den sogenannten Frammenti-Varianten, kleinformatige Bronzen, die Mitoraj ab Mitte der 1990er Jahre in limitierten Editionen von zumeist sechs bis acht Exemplaren realisierte und die thematisch unmittelbar auf fragmentierte Marmorskulpturen der kaiserzeitlichen Sammlung reagieren. Diese Arbeiten wurden zu einem erheblichen Teil über die Galerie Jérôme de Noirmont in Paris vertrieben, die als eine der wenigen europäischen Galerien über direkte Vertragsbeziehungen zur Fonderia Mariani in Pietrasanta verfügte — jener Gießerei, die für die technische Ausführung eines Großteils der römischen Auftragsarbeiten verantwortlich zeichnete. Für Sammler relevant ist, dass Exemplare dieser Edition, die nachweislich vor 2003 ausgeliefert wurden und über vollständige Dokumentation einschließlich Gießereizertifikat und Galerierechnung verfügen, auf Auktionen bei Dorotheum und Cambi Casa d'Aste zuletzt deutlich über den Schätzwerten gehandelt wurden — ein Muster, das Marktbeobachter auf die zunehmende Knappheit früher, dokumentierter Exemplare zurückführ
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Mitorajs permanente Werke in Rom — Bronzetüren der Basilika Santa Maria degli Angeli (2006) und Dea Roma auf der Piazza Monte Grappa.
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Siehe auch: English version · Europe Map · All Cities
Über Diese Sammlung
Diese Website dokumentiert die Suche eines Privatsammlers nach Werken von Igor Mitoraj (1944–2014) — dem polnisch-französischen Bildhauer, der für seine gebrochenen klassischen Figuren in Bronze und Marmor bekannt ist. Mitoraj studierte in Krakau unter Tadeusz Kantor, bildete sich in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts weiter und eröffnete 1983 sein festes Atelier in Pietrasanta, Toskana. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in ganz Europa und Amerika. Sein Auktionsrekord — 6,89 Millionen Euro für einen monumentalen Tindaro Screpolato bei Sotheby's Paris 2019 — stellt ihn unter die meistgesuchten europäischen Nachkriegsbildhauer.
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