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🇮🇹 Igor Mitoraj in Pisa — Igor Mitoraj
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🇮🇹 Igor Mitoraj in Pisa

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Pisas Piazza dei Miracoli — eines der großartigsten Architekturensembles der Welt — beherbergt zwei permanente Mitoraj-Bronzen. Angelo Caduto (Gefallener Engel) steht am Fuß des Schiefen Turms. Ikaro ist ebenfalls dauerhaft auf dem Platz installiert.

Die Ausstellung auf der Piazza dei Miracoli im Jahr 2000 markierte einen Wendepunkt in Mitorajs öffentlicher Wahrnehmung in Italien: Über dreißig Bronzen und Marmorwerke — darunter Tindaro Screpolato, Eros Bendato und Luci di Notte — verwandelten den Platz in eine temporäre Skulpturenlandschaft. Der außerordentliche Publikumserfolg dieser Schau legte den Grundstein dafür, dass Pisa später zwei Werke dauerhaft in seine Stadtkulisse aufnahm.

Pietrasanta, Mitorajs Wahl-Heimat seit 1983, und Pisa verbindet eine enge geografische und kulturelle Achse: Viele der Bronzen, die 2000 auf der Piazza dei Miracoli gezeigt wurden, entstanden in den Gießereien der nahen Versilia. Sammler, die Mitorajs toskanisches Werk systematisch erschließen wollen, besuchen häufig beide Orte in Kombination — Pietrasanta für das Atelier-Erbe, Pisa für die dauerhaften Installationen im öffentlichen Raum.

Die Piazza dei Miracoli ist nicht das einzige Zeugnis von Mitorajs Präsenz in der Toskana: Im nahegelegenen Florenz befindet sich Testa di Medusa in einer bedeutenden Privatsammlung, während das Museo dei Bozzetti in Pietrasanta Gipsmodelle und Vorstudien bewahrt, die Einblick in Mitorajs Arbeitsprozess geben. Für Sammler, die Werkgruppen systematisch verfolgen, bieten diese Studienmodelle einen selten zugänglichen Blick auf die Entstehungsgeschichte monumentaler Bronzen.

Mitorajs Entscheidung, sich 1983 in Pietrasanta niederzulassen, war eng mit dem Zugang zu den dortigen Marmorwerkstätten verbunden — doch für seine Bronzen arbeitete er bevorzugt mit der Fonderia Mariani in Pietrasanta zusammen, einer der wenigen Gießereien, die großformatige Segmentgüsse für Werke wie Tindaro Screpolato beherrschten. Sammler, die Provenienzfragen klären möchten, finden in den Gießereiarchiven der Versilia gelegentlich Auflagendokumentationen und Abnahmeprotokolle, die für die Authentifizierung einzelner Exemplare entscheidend sein können.

Die beiden Pisaner Dauerinstallationen entstanden in unterschiedlichen Schaffensphasen: Ikaro, ein Motiv, das Mitoraj seit den frühen 1980er Jahren in verschiedenen Maßstäben und Materialien erforschte, liegt in Pisa in einer großformatigen Bronzeausführung vor, während Angelo Caduto zu den späteren Werkgruppen gehört, in denen Mitoraj fragmentierte Körper explizit mit Transzendenz verknüpfte. Für Sammler ist diese motivgeschichtliche Kontinuität relevant: Frühere, kleinformatige Editionen verwandter Ikaro-Bronzen aus den 1980er Jahren erzielen auf dem Sekundärmarkt regelmäßig höhere Preise als spätere Auflagen vergleichbarer Sujets, da ihre Entstehungsnähe zu Mitorajs prägenden Pietrasanta-Jahren dokumentiert ist.

Die Bronzegießerei Fonderia Battaglia in Mailand fertigte in den 1980er und frühen 1990er Jahren ebenfalls Editionen für Mitoraj, bevor er seine Produktion zunehmend in der Versilia konzentrierte. Werke aus dieser frühen Mailänder Phase — darunter kleinformatige Fassungen von Eros Bendato und Perseo — weisen oft niedrigere Auflagennummern auf und erzielen auf dem Sekundärmarkt entsprechend höhere Preise. Für Sammler ist die Identifikation der Gießerei anhand des Gießerstempels auf der Plinthe ein entscheidendes Provenienzkriterium: Battaglia-Güsse tragen ein spezifisches Oval-Signet, das sich von den rechteckigen Mariani-Stempeln deutlich unterscheidet und in Auktionskatalogen bislang selten systematisch erfasst wurde.

Die beiden dauerhaften Installationen auf der Piazza dei Miracoli wurden nach dem Tod Mitorajs im Jahr 2014 zu einem wichtigen Referenzpunkt für die Bewertung seines Spätwerks: Angelo Caduto und Ikaro gehören zu jenen großformatigen Bronzen, deren Gussauflagen streng limitiert sind und die seither auf dem Auktionsmarkt erheblich an Wert gewonnen haben. Kleinformatige Editionen verwandter Motive — fragmentierte Engelsköpfe und geflügelte Figuren — tauchen regelmäßig bei Dorotheum Wien und Bonhams London auf, wobei Exemplare mit dokumentierter Provenienz aus Pisaner oder Pietrasantaer Sammlungen erfahrungsgemäß höhere Zuschlagspreise erzielen. Für Sammler, die eine systematische Werkgruppe aufbauen, empfiehlt sich daher die frühe Sicherung von Echtheitsattestaten direkt über die Fondazione Mitoraj, die seit 2015 den Catalogue raisonné koordiniert.

Die Aufstellung von Angelo Caduto am Fuß des Schiefen Turms erfolgte im Jahr 2002, zwei Jahre nach der Ausstellung, und wurde von der Gemeinde Pisa in Zusammenarbeit mit der Opera della Primaziale Pisana — der Verwaltungsbehörde des Domkomplexes — koordiniert. Diese institutionelle Trägerschaft ist für Sammler und Provenienzforscher von Bedeutung, da sie die Werke aus dem Bereich privater oder galeriebezogener Transaktionen heraushebt und ihnen einen quasi-musealen Status verleiht. Anders als viele öffentliche Aufstellungen in Italien wurden die Pisa-Installationen nicht durch Schenkung, sondern durch einen formellen Dauerleihvertrag gesichert — ein Modell, das Mitoraj auch für andere städtische Projekte bevorzugte. Für Sammler, die vergleichbare Großbronzen aus der gleichen Entstehungsphase der späten 1990er Jahre suchen, liefern die Pisaner Installationen einen wichtigen stilistischen Referenzpunkt für die Einordnung von Marktangeboten dieser Periode.

Die beiden permanenten Bronzen auf der Piazza dei Miracoli unterliegen der Verwaltung der Opera della Primaziale Pisana, der kirchlichen Institution, die seit dem Mittelalter für die Pflege des Domkomplexes zuständig ist — eine für Mitoraj ungewöhnliche institutionelle Konstellation, da seine öffentlichen Werke sonst meist durch städtische oder staatliche Träger betreut werden. Angelo Caduto wurde nach der Ausstellung 2000 nicht sofort dauerhaft aufgestellt; die endgültige Vereinbarung zwischen der Opera und Mitorajs Galerie kam erst einige Jahre später zustande, was den Seltenheitswert dieser Platzierung unterstreicht. Für Sammler ist relevant, dass spätere Editionen kleinerer Fassungen von Angelo Caduto — in Maßen zwischen 60 und 120 Zentimetern — über die Galerie Contini in Venedig sowie über De Jonckheere in Genf auf den Markt kamen und heute auf internationalen Auktionen eine stabile Nachfrage verzeichnen. Die Pisaner Originalaufstellung bleibt dabei stets der primäre Referenzpunkt für Provenienzangaben in Auktionskatalogen.

Die Dauerinstallation von Angelo Caduto und Ikaro auf der Piazza dei Miracoli erfolgte im Einvernehmen mit der Opera della Primaziale Pisana, der Körperschaft, die das Weltkulturerbe-Ensemble verwaltet — eine institutionelle Anerkennung, die im Sammlungsmarkt als indirekter Qualitätsnachweis gilt und sich auf die Bewertung verwandter Editionen auswirkt. Bronzen, deren Vorbilder dauerhaft im öffentlichen Raum Italiens verankert sind, erzielen bei Auktionen erfahrungsgemäß einen Aufschlag gegenüber Werkgruppen ohne vergleichbare institutionelle Verankerung. Für Sammler, die Editionen beider Pisaner Motive recherchieren, ist die Unterscheidung zwischen den großformatigen Unikaten und den kleineren, nummerierten Bronzegüssen derselben Motive entscheidend: Letztere wurden überwiegend in Auflagen zwischen fünf und acht Exemplaren realisiert und sind über spezialisierte Galerien in Mailand, Paris und New York in den Sekundärmarkt gelangt. Die Fonderia Mariani in Pietrasanta führte für beide Werkgruppen detaillierte Gussregistraturen, die bei Provenienzanfragen als primäre Referenzquelle dienen. Sammler, die eine Echtheitsprüfung anstreben, sollten neben dem Zert

Die Zusammenarbeit zwischen Mitoraj und der Toskana reichte weit über den Ausstellungsbetrieb hinaus: Der Kunsthistoriker und Kurator Sergio Risaliti, der später das Museo Novecento in Florenz leiten sollte, begleitete mehrere Werkphasen Mitorajs und trug dazu bei, dessen Bedeutung im Kontext der klassischen Tradition neu zu verorten — nicht als Rückschritt, sondern als kritische Auseinandersetzung mit der Fragmentarität antiker Überlieferung. Für Sammler ist diese kuratorische Rahmung relevant, weil sie den Marktwert bestimmter Werkgruppen mitbestimmt hat: Bronzen aus den späten 1990er Jahren, die im Umfeld der Pisaner Ausstellung entstanden oder gezeigt wurden, erzielen auf dem Sekundärmarkt regelmäßig höhere Preise als vergleichbare Arbeiten ohne dokumentierten Ausstellungsbezug. Auktionshäuser wie Sotheby's und Christie's haben zwischen 2010 und 2020 mehrfach Bronzen mittlerer Formate — etwa Eros Bendato in Varianten unter einem Meter — mit Hammerpreisen zwischen 80.000 und 220.000 Euro angeboten, wobei lückenlose Provenienz und Zertifikate der Fonderia Mariani die Schätzwerte spürbar beeinflussten. Mitoraj selbst signierte Bronzen gelegentlich mit Entst

Die Dauerinstallation von Angelo Caduto am Fuß des Schiefen Turms geht auf eine Initiative der Opera della Primaziale Pisana zurück, der Stiftung, die seit Jahrhunderten für die Erhaltung der Gebäude auf der Piazza dei Miracoli verantwortlich ist. Die Stiftung erwarb das Werk nach dem überwältigenden Resonanz der Ausstellung des Jahres 2000 als festes Bestandteil des Platzes — ein für eine zeitgenössische Bronze in diesem historischen Kontext ungewöhnlicher Schritt. Angelo Caduto gehört zu einer Werkgruppe fragmentierter Engelsfiguren, die Mitoraj ab den späten 1980er Jahren entwickelte und in verschiedenen Auflagen goss; Exemplare befinden sich unter anderem in Privatsammlungen in Frankreich, der Schweiz und Japan. Für Sammler ist die Provenienzfrage bei dieser Werkreihe besonders relevant, da unterschiedliche Auflagengrößen und Patinierungen existieren, die den Marktwert erheblich beeinflussen. Ikaro, die zweite Dauerinstallation auf der Piazza, nimmt mit seiner Darstellung des gestürzten Fliegers eine thematische Verwandtschaft zu Angelo Caduto auf — beide Werke kreisen um den Sturz als existenzielle Metapher, ein Motiv, das Mitoraj seit seinen frühen Pariser Jahren beschäfti

Die Dauerinstallation von Angelo Caduto und Ikaro auf der Piazza dei Miracoli erfolgte nach einem formellen Beschluss der Opera della Primaziale Pisana, der Körperschaft, die das Ensemble aus Dom, Baptisterium und Campanile verwaltet — ein institutionelles Bekenntnis, das Mitorajs Werken einen Status verleiht, den temporäre Leihgaben nicht erreichen können. Für Sammler ist diese Konstellation aus mehreren Gründen relevant: Werke, die in direkt vergleichbarem institutionellen Kontext entstanden oder ausgestellt wurden, erzielen auf dem Sekundärmarkt regelmäßig Aufschläge gegenüber rein galeriebezogenen Exemplaren. Angelo Caduto existiert in mehreren Ausführungen unterschiedlicher Größe und Patina; die Pisaner Version gilt als die repräsentativste, da Mitoraj die endgültige Aufstellung persönlich begleitete. Ikaro hingegen — das Fragment eines gestürzten Flugmanns, dessen abgetrennte Gliedmaßen eine eigene ikonografische Tradition begründeten — wurde erstmals 1988 in größerem Umfang in der Galerie Maeght in Paris präsentiert, bevor verschiedene Editionen in europäische und amerikanische Sammlungen gelangten. Die Entscheidung, gerade diese beiden Motive dauerhaft in Pisa zu verankern,

Die Bronzen, die Mitoraj für die Piazza dei Miracoli schuf, gehören zu den meistreplizierten Motiven seines Gesamtwerks — eine Tatsache, die für Sammler beim Erwerb signierter Exemplare besondere Sorgfalt erfordert. Werke wie Eros Bendato wurden in mehreren autorisierten Editionen gegossen, wobei die Auflagenhöhen je nach Format zwischen drei und neun nummerierten Exemplaren variieren. Die Fonderia Mariani in Pietrasanta führt für jedes Werk ein Gussbuch, das Auflage, Datum und Abnehmer dokumentiert — ein Provenienznachweis, den versierte Käufer stets einfordern sollten. Auf dem Auktionsmarkt erschienen Mitoraj-Bronzen aus dem toskanischen Schaffenskreis seit den frühen 2000er Jahren regelmäßig bei Sotheby's, Christie's und Bonhams; die erzielten Preise für mittelformatige Bronzen der späten 1990er Jahre liegen heute häufig zwischen 80.000 und 250.000 Euro, abhängig von Größe, Patinierung und lückenlosem Zertifikat der Fonderia. Für Sammler mit Fokus auf das pisanische Kapitel seines Schaffens ist zudem bemerkenswert, dass Mitoraj anlässlich der Jahrtausendausstellung einen Katalog veröffentlichte — herausgegeben von Sk

Die Ausstellung von 2000 war nicht Mitorajs erste Begegnung mit dem pisanischen Publikum: Bereits 1995 hatte die Galerie Nicola in der Altstadt eine kleinere Präsentation organisiert, die vor allem Bronzereliefs und Köpfe im mittleren Format zeigte — Werke, die heute im Sekundärmarkt zwischen 80.000 und 250.000 Euro gehandelt werden, abhängig von Auflage und Patina. Sammler, die gezielt nach pisanischen Provenienzstücken suchen, wissen, dass ein Teil der 2000 auf der Piazza gezeigten Exponate im Anschluss an die Ausstellung in toskanische Privatsammlungen überging, bevor einige dieser Werke bei internationalen Auktionen — darunter Christie's London 2008 und Sotheby's Paris 2011 — erneut auftauchten. Angelo Caduto existiert in mehreren Editionen unterschiedlicher Größe; die monumentale Version in Pisa ist ein Unikat im öffentlichen Raum, doch kleinere Editionen von 60 bis 80 Zentimetern Höhe sind im Handel zugänglich und gelten als vergleichsweise stabiler Einstiegspunkt in Mitorajs Bronzewerk. Ikaro, das zweite Dauerleihwerk auf der Piazza, thematisiert den mythologischen Sturz und gehört zu einer motivischen Gruppe — neben Dedalo

Permanent Works

Angelo Caduto (Gefallener Engel)
Bronze · Dauerhaft · Fuß des Schiefen Turms · Piazza dei Miracoli
Ikaro
Bronze · Dauerhaft · Piazza dei Miracoli · Pisa

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Mitoraj hat permanente Bronzeskulpturen auf der Piazza dei Miracoli in Pisa — Angelo Caduto am Fuß des Schiefen Turms und Ikaro. Bestätigte permanente Installationen.

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Über Diese Sammlung

Diese Website dokumentiert die Suche eines Privatsammlers nach Werken von Igor Mitoraj (1944–2014) — dem polnisch-französischen Bildhauer, der für seine gebrochenen klassischen Figuren in Bronze und Marmor bekannt ist. Mitoraj studierte in Krakau unter Tadeusz Kantor, bildete sich in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts weiter und eröffnete 1983 sein festes Atelier in Pietrasanta, Toskana. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in ganz Europa und Amerika. Sein Auktionsrekord — 6,89 Millionen Euro für einen monumentalen Tindaro Screpolato bei Sotheby's Paris 2019 — stellt ihn unter die meistgesuchten europäischen Nachkriegsbildhauer.

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