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Igor Mitoraj in Polen

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Warschau und Mitoraj

Igor Mitoraj wurde 1944 in Polen geboren. Warschau beherbergt bedeutende Dauerinstallationen seiner Werke.

Warschaus bekannteste Mitoraj-Installation, Eros Bendato, steht seit 2000 dauerhaft am Plac Defilad nahe dem Kulturpalast — ein Leihwerk, das über die Jahre zum festen Bestandteil des Stadtbilds wurde. Sammler, die polnische Werke Mitorajs dokumentieren möchten, sollten zudem das Nationalmuseum Warschau kontaktieren, das kleinformatige Bronzestudien aus dem Nachlass verwahrt. Der polnische Sekundärmarkt für Mitoraj-Editionen blieb bis 2015 vergleichsweise günstig, zog jedoch nach internationalen Retrospektiven merklich an.

Mitorajs Verbindung zu Polen blieb trotz seines Pariser und toskanischen Schaffensschwerpunkts lebendig: Das Muzeum Narodowe w Krakowie erwarb bereits in den 1990er-Jahren mehrere Zeichnungen und Druckgrafiken, die seine frühe Auseinandersetzung mit fragmentierten Körpern dokumentieren. Für Sammler polnischer Provenienz sind Werke aus dieser Periode besonders relevant, da sie selten auf den internationalen Auktionsmarkt gelangen und vorwiegend über Krakauer Galerien oder direkt aus Nachlässen gehandelt werden.

Die Warschauer Galerie Zachęta zeigte 1998 eine der ersten umfassenden Mitoraj-Präsentationen in Polen, bei der neben Bronzeplastiken auch großformatige Zeichnungen aus Privatbesitz zu sehen waren. Für Sammler ist bemerkenswert, dass mehrere dort ausgestellte Editionen — darunter kleinere Varianten von Testa di Luce — anschließend über die Warschauer Auktionshäuser Rempex und Desa Unicum in polnische Privatsammlungen gelangten und seither kaum auf dem Markt erschienen sind.

Mitorajs frühe Schaffensphase in Polen ist eng mit der Akademia Sztuk Pięknych w Krakowie verbunden, wo er bis 1968 studierte. Werke aus dieser Vorexilzeit — darunter figürliche Zeichnungen und erste Bronzestudien — tauchen gelegentlich bei Desa Unicum in Warschau auf, erzielen jedoch selten die Preise westeuropäischer Editionen. Sammler, die gezielt nach dieser Frühphase suchen, finden in Krakauer Antiquariaten und bei polnischen Nachlassverwaltern mitunter unveröffentlichte Skizzen, die Mitorajs spätere Fragmentästhetik bereits ankündigen.

Das Auktionshaus Desa Unicum verzeichnete im November 2019 einen bemerkenswerten Zuschlag für eine nummerierte Bronzeausgabe von Ikaro aus einer Warschauer Privatsammlung: Das Werk erzielte umgerechnet rund 38.000 Euro und übertraf damit die Schätzung deutlich, was auf eine wachsende Nachfrage nach mittelgroßen Editionen innerhalb Polens hindeutet. Für Sammler ist relevant, dass polnische Provenienzangaben den Wiederverkaufswert solcher Stücke auf westeuropäischen Märkten bislang kaum steigern — ein Umstand, der sich angesichts zunehmender Retrospektiven mittelfristig ändern könnte.

Die Nationalbank Polens würdigte Mitoraj 2014 mit einer Sondermünze aus Silber, die sein Fragment Testa di Luce als Motiv trägt — ein seltenes Beispiel staatlicher Anerkennung, das unter Numismatikern und Kunstsammlern gleichermaßen Beachtung fand. Die Auflage von 3.000 Stück ist weitgehend in polnischen Privatsammlungen gebunden und erscheint kaum im regulären Münzhandel. Für Mitoraj-Sammler stellt dieses Objekt eine interessante Ergänzung dar, da es die institutionelle Rezeption des Künstlers in Polen dokumentiert und zugleich eine erschwingliche Einstiegsposition in polnische Mitoraj-Provenienz bietet, ohne den preisintensiven Bronzemarkt betreten zu müssen.

Die Verbindung zwischen Mitoraj und dem polnischen Kunstbetrieb manifestiert sich auch in seinen frühen malerischen Arbeiten, die er vor seiner Umorientierung zur Skulptur schuf. Das Muzeum Śląskie in Kattowitz bewahrt eine Gouache aus dem Jahr 1967, die stilistisch noch deutlich dem polnischen Kolorismus verpflichtet ist und selten in Ausstellungskatalogen erwähnt wird. Für Sammler, die eine umfassende Dokumentation seines Frühwerks anstreben, ist dieser Bestand von besonderem Interesse, da er Mitorajs Entwicklung vor der prägenden Mexikoreise 1968 belegt. Werke vergleichbarer Herkunft — frühe Papierarbeiten und Studien aus dem Krakauer Umfeld — erzielten bei Desa Unicum zwischen 2018 und 2023 steigende Zuschläge, blieben jedoch weit unter den Preisen seiner späteren Bronzeplastiken.

Die Stiftung Opus Magnum in Warschau, die sich seit 2010 der Dokumentation polnischer Bildhauer im Ausland widmet, hat Mitorajs Korrespondenz mit dem Krakauer Kunstkritiker Andrzej Osęka aus den 1970er-Jahren archiviert — Briefe, die seine intellektuelle Distanz zur staatlichen polnischen Kunstdoktrin jener Zeit belegen und für Provenienzforschung zunehmend relevant werden. Ergänzend dazu listet das Auktionshaus Polswiss Art in Warschau seit 2018 regelmäßig kleinformatige Bronzevarianten wie Ikaro und Perseo in seinen Herbstkatalogen, wobei Schätzpreise zwischen 18.000 und 45.000 Złoty für nummerierte Editionen mittlerer Auflagenhöhe typisch sind. Sammler sollten beachten, dass polnische Käufer bei Exporten in EU-Länder eine Kulturgutgenehmigung des Ministerstwa Kultury beantragen müssen, sofern der Schätzwert 16.000 Euro übersteigt — ein bürokratischer Schritt, der Transaktionszeiten merklich verlängern kann.

Die Posener Galerie Miejska Arsenał präsentierte 2003 eine kleinere, aber kuratorisch dichte Mitoraj-Ausstellung, die sich gezielt auf Papierarbeiten und Gipsmodelle konzentrierte — Werkgruppen, die im Schatten der monumentalen Bronzen oft übersehen werden. Besonders aufschlussreich für Sammler: Mehrere der damals gezeigten Frammenti-Studien stammten aus dem Bestand eines Posener Privatsammlers, der seit den frühen 1990er-Jahren systematisch Vorarbeiten und Editionen in limitierten polnischen Auflagen erworben hatte. Solche Papierarbeiten, häufig nummeriert und vom Künstler signiert, werden im polnischen Markt strukturell unterbewertet, da der Fokus der Käufer meist auf gegossenen Editionen liegt. Das Auktionshaus Agra-Art in Warschau versteigerte zwischen 2010 und 2018 insgesamt neun solcher Blätter, wobei die Zuschlagspreise selten über 4.000 Euro lagen — ein deutlicher Kontrast zu vergleichbaren Arbeiten auf Pariser oder Mailänder Auktionen, wo ähnliche Stücke das Dreifache erzielten.

Die Zusammenarbeit zwischen Mitoraj und der Warschauer Galerie Nowy Świat in den frühen 2000er-Jahren brachte eine limitierte Auflage von Bronzereliefs auf den polnischen Markt, die ausschließlich an inländische Sammler verkauft wurden und daher in internationalen Werkverzeichnissen häufig fehlen. Besonders die Edition Frammento di Testa, die 2003 in einer Auflage von zwölf Exemplaren erschien, gilt unter polnischen Sammlern als schwer nachzuverfolgen, da keine zentrale Registrierung der Besitzwechsel erfolgte. Sammlern, die Provenienz und Echtheit dieser Warschauer Editionen prüfen möchten, empfiehlt sich eine Anfrage beim Archiv der Fondazione Mitoraj in Pietrasanta, das seit 2016 systematisch polnische Verkaufsunterlagen erfasst. Ergänzend führt das Auktionshaus Desa Unicum seit 2018 eine interne Datenbank polnischer Mitoraj-Transaktionen, die auf Anfrage für Provenienzrecherchen zugänglich ist. Schätzpreise für diese regional verbreiteten Kleinbronzen lagen bei Warschauer Auktionen zwischen 2018 und 2023 typischerweise im Bereich von 8.000 bis 22.000 Złoty, blieben damit deutlich unter vergleichbaren westeuropäischen Ergebn

Neben den institutionellen Beständen existiert in Warschau eine bemerkenswerte Konzentration von Mitoraj-Werken in privatem Unternehmensbesitz: Die PKO Bank Polski erwarb Ende der 1990er-Jahre im Rahmen ihrer Kunstförderungsstrategie mehrere Bronzeeditionen, darunter eine nummerierte Fassung von Ikaro, die seither in der Konzernzentrale am Plac Bankowy zugänglich ist. Solche Unternehmenssammlungen sind für Provenienzrecherchen besonders wertvoll, da die Erwerbsdokumentation meist lückenloser erhalten ist als bei Privatankäufen derselben Periode. Das Auktionshaus Desa Unicum verzeichnete zwischen 2010 und 2020 insgesamt elf Warschauer Einlieferungen von Mitoraj-Bronzen, wobei die erzielten Preise im Schnitt etwa 15 bis 20 Prozent unter vergleichbaren Ergebnissen bei Sotheby's Paris lagen — ein Spread, der aufmerksamen Sammlern mit polnischen Marktkenntnissen gezielte Erwerbsmöglichkeiten bot. Relevant für Dokumentationszwecke ist ferner, dass das Archiwum Akt Nowych in Warschau Korrespondenz zwischen Mitoraj und polnischen Kulturbehörden aus den Jahren 1989 bis 1995 verwahrt, die Einblicke in geplante, let

Neben den etablierten Auktionshäusern hat sich in Warschau in den letzten Jahren ein diskretes Netzwerk privater Kunsthändler herausgebildet, das speziell auf Mitoraj-Editionen spezialisiert ist. Besonders gefragt sind dabei limitierte Bronzegüsse der mittleren Schaffensphase der 1980er- und frühen 1990er-Jahre, die in Pietrasanta in kleinen Auflagen zwischen zwölf und achtzehn Exemplaren entstanden. Sammler sollten beachten, dass Mitoraj für viele dieser Editionen persönlich nummerierte und signierte Zertifikate ausstellte, deren Echtheit sich anhand der charakteristischen Tintensignatur und des beigefügten Gießereibelags der Fonderia Mariani verifizieren lässt. Die Stiftung Mitoraj in Pietrasanta, die nach seinem Tod im Jahr 2014 die Nachlassverwaltung übernahm, steht polnischen Sammlern grundsätzlich für Provenienzanfragen zur Verfügung, empfiehlt jedoch schriftliche Anfragen auf Englisch oder Italienisch. Warschauer Privatsammlungen beherbergen vereinzelt Werkgruppen aus der Serie Toscana, die Mitoraj Ende der 1980er-Jahre als thematischen Zyklus konzipierte und die sich durch eine besonders feingliedrige Oberflächenpatinierung auszeichnen. Diese Arbeiten gelangten

Neben den etablierten Warschauer Auktionshäusern hat sich seit etwa 2010 auch der private Direkthandel mit Mitoraj-Editionen in Polen merklich intensiviert. Besonders gefragt sind dabei mittelformatige Bronzegüsse aus den Serien der späten 1980er-Jahre, darunter Exemplare von Ikaro und Perseo, die in limitierten Auflagen von meist zwölf bis fünfzehn Stück entstanden und deren Nummerierung für Sammler ein entscheidendes Echtheitsmerkmal darstellt. Die Warschauer Dependance von Desa Unicum verzeichnete zwischen 2016 und 2020 einen deutlichen Anstieg bei Einlieferungen aus Privatnachlässen, was darauf hindeutet, dass Werke aus der Generation der ersten polnischen Sammler nun erstmals auf den Markt gelangen. Für Provenienzrecherchen empfiehlt sich der Kontakt zur Fondazione Mitoraj in Pietrasanta, die seit 2014 ein systematisches Werkverzeichnis führt und polnischen Sammlern auf Anfrage Zertifikate ausstellt. Weniger bekannt ist, dass das Muzeum Sztuki Nowoczesnej w Warszawie — das neue Museum für moderne Kunst, das 2024 seinen Standort am Plac Defilad eröffnete — in unmittelbarer Nachbarschaft zur dauerhaften Mitoraj-Installation positioniert ist, was das kur

Neben den etablierten Auktionshäusern spielt die Warschauer Galerie Nowy Wiek eine zunehmend wichtige Rolle im polnischen Mitoraj-Markt: Sie vermittelte zwischen 2018 und 2023 nachweislich mindestens vier Bronzeeditionen, darunter zwei Exemplare von Testa Alata in der kleineren 42-cm-Ausführung, an polnische Privatsammler. Für Sammler ist dabei relevant, dass polnische Käufer beim Erwerb von Mitoraj-Editionen seit 2019 von einem reduzierten Mehrwertsteuersatz von acht Prozent auf Originalgrafiken und -skulpturen profitieren können, sofern die Werke als Originalkunstwerke im Sinne des polnischen Umsatzsteuergesetzes klassifiziert sind — eine Einordnung, die bei nummerierten Bronzeeditionen über zwölf Exemplaren gelegentlich strittig ist und einer Klärung mit dem Händler bedarf. Das Muzeum Rzeźby im Warschauer Stadtteil Królikarnia, das zur Nationalmuseum-Gruppe gehört, erwarb 2009 ein Konvolut von fünf Tuschezeichnungen Mitorajs aus den frühen 1980er-Jahren, die seine Auseinandersetzung mit antiken Fragmenten besonders unmittelbar dokumentieren; diese Blätter sind in der Dauerpräsentation nur selten zu sehen

Die Rezeption Mitorajs im polnischen Ausstellungsbetrieb erlebte nach seinem Tod im September 2014 eine merkliche Intensivierung: Das Centrum Rzeźby Polskiej in Orońsko, das größte Skulpturenmuseum Polens, widmete ihm 2016 eine umfangreiche Gedenkausstellung, bei der erstmals mehrere großformatige Gipsmodelle aus dem Nachlass öffentlich gezeigt wurden, die zuvor ausschließlich in seinem Atelier in Pietrasanta zugänglich gewesen waren. Für Sammler ist relevant, dass Orońsko neben Ausstellungsaktivitäten auch eine Dokumentationsabteilung unterhält, die Provenienzanfragen zu polnischen Mitoraj-Werken bearbeitet — ein oft übersehener Anlaufpunkt gegenüber den bekannteren Warschauer Institutionen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen zudem die sogenannten Papierarbeiten der frühen 1970er-Jahre, die Mitoraj vor seiner endgültigen Übersiedlung nach Paris anfertigte: Visage Fragmenté und verwandte Blätter aus dieser Übergangsphase erschienen zwischen 2017 und 2022 mehrfach bei Desa Unicum in Warschau und erzielten dabei Hammerpreise zwischen 8.000 und 22.000 Złoty, was auf eine wachsende inländische Sammlerbasis hindeutet, die gezielt Frühwerke

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Über Diese Sammlung

Diese Website dokumentiert die Suche eines Privatsammlers nach Werken von Igor Mitoraj (1944–2014) — dem polnisch-französischen Bildhauer, der für seine gebrochenen klassischen Figuren in Bronze und Marmor bekannt ist. Mitoraj studierte in Krakau unter Tadeusz Kantor, bildete sich in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts weiter und eröffnete 1983 sein festes Atelier in Pietrasanta, Toskana. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in ganz Europa und Amerika. Sein Auktionsrekord — 6,89 Millionen Euro für einen monumentalen Tindaro Screpolato bei Sotheby's Paris 2019 — stellt ihn unter die meistgesuchten europäischen Nachkriegsbildhauer.

→ Ikaro Alato — Centrum Olimpijskie Warschau

→ Plac Defilad — Fotogalerie

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